14.07.2017 bis 14.07.2017 - Wissenschaftliche Fortbildung - Fach- und Laienpublikum

Arbeitsängste und Arbeitsplatzphobie

Reha-Update in Freiburg

An den meisten Arbeitsplätzen gibt es unvermeidliche Bedrohungsfaktoren wie aggressive Kunden oder Schüler, fordernde Vorgesetzte, konkurrierende Kollegen, neue Technologien und Leistungsanforderungen oder unbeeinflussbare Veränderungen im Rahmen von Firmenfusionen, die zu verschiedenen Formen arbeitsplatzbezogener Ängste führen können. Andersherum können vorbestehende psychische Erkrankungen auch sekundär zu Ängsten am Arbeitsplatz führen, wenn es durch die Symptomatik bedingt zu Problemen bei der Arbeit kommt (z.B. Leistungsdefizite und Konflikte).
Das Syndrom einer Arbeitsplatzphobie ist als eine schwere Ausprägung arbeitsplatzbezogener Angst zu sehen. Arbeitsplatzphobie ist gekennzeichnet durch panikartige Ängste, die bei Annäherung an den oder auch beim bloßen Gedanken an den Arbeitsplatz auftreten. In der Konsequenz einer Arbeitsplatzphobie kommt es regelhaft zur Arbeitsplatzvermeidung, d.h. in der Mehrzahl der Fälle zur Arbeitsunfähigkeit.

Das Thema ist somit vielerorts relevant: für klinisch tätige Praktiker und Wissenschaftler, für Personalverantwortliche und Führungskräfte, im Kontext von Betrieblichem Eingliederungs-management, psychologischen Interventionen in Rehakliniken, im sozialmedizinischen oder betriebsärztlichen Dienst.
Inhalt
Etwa 17% der Patienten in psychosomatischen Rehakliniken und ca. 5% von gesunden Er-werbspersonen sind von arbeitsbezogenen Ängsten mit Vermeidungsverhalten in Form von Arbeitsunfähigkeit betroffen.
Zu den Arbeitsängsten und ihrer Behandlung haben wir inzwischen seit mehr als 10 Jahren wissenschaftliche und klinische Erfahrung. Im Workshop werden Phänomenologie und Präventions- und Behandlungsansätze behandelt. Vortrag, Diskussion und Kleingruppen-arbeit wechseln sich ab.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten (z.B. Ärzte, Psychologen, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Führungskräfte, Beauftragte im Betrieblichen Gesundheits-management), die in rehabilitationsmedizinischen Bereichen tätig sind oder tätig werden wollen.

Zertifizierung: Für die Veranstaltung wurde die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten bei den relevanten Landeskammern beantragt.
Darüber hinaus wird unsere Veranstaltung vom Freiburger Ausbildungsinstitut für Verhaltens-therapie (FAVT) sowie für Kinder- und Jugend-lichenpsychotherapie (FAKIP) anerkannt.

Anmeldung: Zur Teilnahme nutzen Sie bitte die Online-Anmeldung unter www.fr.reha-verbund.de

 

 

Referenten:

Dr. Beate Muschalla ist Psychologische Psycho-therapeutin (VT) und ist in der Abteilung Reha-bilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund beschäftigt, im Bereich Zusammenarbeit mit Reha-Einrichtungen.

 

Daneben arbeitet sie als freiberufliche Dozentin und Supervisorin und wirkt als Wissenschaftlerin in der Forschungsgruppe Psychosomatische Reha-bilitation (FPR) an der Charité Berlin mit.

Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sie sich praktisch und wissenschaftlich mit Arbeitsängsten, fähigkeitsorientierter Verhaltenstherapie und Sozialmedizin.

 

Veranstalter:

Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg e.V. (RFV)

Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung des Universitätsklinikums Freiburgs

Abteilung für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V.

Zeit:

Freitag, 14.07.2017

von 13:00 bis 16:00 Uhr

Ort:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Institut für Psychologie

Seminarraum 2003

Engelbergerstr. 41

79106 Freiburg

Downloads:

Kontakt:

Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker
Sektion Versorgungsforschung und Reha-bilitationsforschung
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 49
79106 Freiburg
Tel.: 0761/270-74430
E-Mail: erik.farin(at)uniklinik-freiburg.de


Prof. Dr. Dr. Jürgen Bengel
Abteilung für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie am Institut für Psychologie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Engelberger Str. 41
79106 Freiburg
Tel.: 0761/203-3046
E-Mail: bengel@psychologie.uni-freiburg.de



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Rebecca Falinski

t: +49 30 450 517 237

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