Das Bild zeigt eine rechte Hand, die weiße Kreide hält, und eine dunkle Tafel, auf die die Struktur eines Netzwerks mit der Kreide gezeichnet wird.

Rehabilitationswissenschaftlicher Verbund Berlin, Brandenburg und Sachsen (BBS)

Im Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund BBS haben sich Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler aus dem universitären Bereich und Rehabilitationseinrichtungen der Regionen Berlin, Brandenburg und Sachsen zusammengeschlossen.

Die Ziele des Kooperationsnetzwerkes sind:

  • interdisziplinäre, praxisorientierte und wissenschaftlich exzellente Reha-Forschung durchzuführen und auszubauen,
  • den Praxistransfer wissenschaftlicher Ergebnisse zu unterstützen und
  • die Integration reha-spezifischer Inhalte in die Aus- und Weiterbildung von Medizinerinnen und Medizinern zu fördern und auszubauen.

Den Reha-Forschungsverbund BBS zeichnen hinsichtlich seiner Kooperationsbeziehungen eine Reihe von Stärken aus, zu denen die Beteiligung sowohl von regionalen wie auch über­regionalen Trä­gern zählt. Daraus ergeben sich bedeut­same Poten­ziale für eine medizini­sche Infrastruk­tur mit am­bulanten wie stationären Reha-Einrichtungen und wichtigen Stand­orten der Hoch­schulmedi­zin in der Region wie auch eine bedeutsame wissenschaftliche Infrastruktur an Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern.

Im Rahmen der Arbeit des Reha-Forschungsverbundes BBS wur­den damit in den Regionen Berlin, Brandenburg und Sachsen tragfähige Strukturen für die Etab­lierung der Reha-For­schung ge­schaffen. Maßgeblich wurde diese Aufbauarbeit strukturell wie auch inhaltlich durch die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) unterstützt.

Wie kann Arbeitsunfähigkeit durch Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) vorgebeugt und beendet werden?

Die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist für die meisten Menschen elementar, sowohl aus finanzieller Sicht als auch für das persönliche Wohlbefinden. Chronische Erkrankungen und ihre Folgen können zu Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz führen und die Erwerbsfähigkeit bedrohen. Denn überdauernde Arbeitsunfähigkeit ist ein zentraler Indikator für das Risiko ganz aus dem aktiven Erwerbsleben auszuscheiden. Eine medizinische Rehabilitation soll helfen, die Erwerbsfähigkeit eines Menschen zu erhalten, zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Genügt das, um anschließend die Anforderungen zu erfüllen, die am Arbeitsplatz gestellt werden? Wie gelingt die berufliche Re-Integration?

Dr. Marco Streibelt von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund wird am Mittwoch, 25. Juli 2018, im Rahmen der BBS-Ringvorlesung erklären, wie Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und beendet werden kann. Die Strategie der DRV zur Verbesserung bzw. Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit heißt: Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (kurz: MBOR). Die DRV bietet dieses Programm begleitend zur Reha als zusätzliche Intervention zur „Beendigung“ von Arbeitsunfähigkeit an. In Therapien und Gesprächen rücken die Ärzte und Therapeuten in den Rehabilitationskliniken das Berufsleben in den Fokus. Das Konzept und die Erfolgsfaktoren des Return-to-Work-Ansatzes stellt Dr. Streibelt ab 18 Uhr im Rahel Hirsch-Hörsaal der CharitéUniversitätsmedizin Berlin vor. Die Evidenz und Effekte von MBOR wird der Referent ebenfalls darstellen.

Ärzte, Sozialmediziner, Studierende, Wissenschaftler und Interessierte sind zu dem Vortrag willkommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zertifizierung: Die Teilnahme an der BBS-Ringvorlesung wurde als ärztliche Fortbildung bei der Landesärztekammer Berlin für Fortbildungspunkte der Kategorie A beantragt. Es können 2 Punkte vergeben werden. Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen zur Weiterleitung und Registrierung der Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Berlin.

Die Zertifizierung der BBS-Ringvorlesung im Sommersemester 2018 für die Promotionsumgebung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin wurde ebenfalls anerkannt. Für die Teilnahme an einem Vortrag (2 UE) werden 0,1 ECTS-CP vergeben.

 

Über psychische Komorbidität wird in Leipzig diskutiert

"Psychische Komorbidität bei somatischen Erkrankungen – Herausforderung für die Rehabilitation?": Unter diesem Titel findet am 2. November 2018 in Leipzig das 19. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium statt. Dazu lädt der BBS gemeinsam mit der GfR e.V. und dem SAT ein.

Wie häufig ist eine psychische Komorbidität bei verschiedenen somatischen Erkrankungen? Wie sieht es in der somatischen Rehabilitation aus? Welche psychischen Störungen sind dabei besonders häufig? Zu diesen und weiteren Leitfragen werden Vorträge und Diskussionsrunden angeboten.

Forschungs- und Innovationspreis erneut ausgeschrieben

Dr. Betje Schwarz wurde in Jena beim Rehabilitationswissenschaftlichen Symposium 2017 von Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, mit dem Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. ausgezeichnet.

Für 2018 wurde der Preis von der GfR e.V. zusammen mit dem BBS und dem Forschungsverbund SAT erneut ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Bis zum 30. Juni 2018 können wissenschaftliche Artikel eingereicht werden, die sich mit Rehabilitationsforschung befassen.