Das Bild zeigt eine rechte Hand, die weiße Kreide hält, und eine dunkle Tafel, auf die die Struktur eines Netzwerks mit der Kreide gezeichnet wird.

Rehabilitationswissenschaftlicher Verbund Berlin, Brandenburg und Sachsen (BBS)

Im Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund BBS haben sich Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler aus dem universitären Bereich und Rehabilitationseinrichtungen der Regionen Berlin, Brandenburg und Sachsen zusammengeschlossen.

Die Ziele des Kooperationsnetzwerkes sind:

  • interdisziplinäre, praxisorientierte und wissenschaftlich exzellente Reha-Forschung durchzuführen und auszubauen,
  • den Praxistransfer wissenschaftlicher Ergebnisse zu unterstützen und
  • die Integration reha-spezifischer Inhalte in die Aus- und Weiterbildung von Medizinerinnen und Medizinern zu fördern und auszubauen.

Den Reha-Forschungsverbund BBS zeichnen hinsichtlich seiner Kooperationsbeziehungen eine Reihe von Stärken aus, zu denen die Beteiligung sowohl von regionalen wie auch über­regionalen Trä­gern zählt. Daraus ergeben sich bedeut­same Poten­ziale für eine medizini­sche Infrastruk­tur mit am­bulanten wie stationären Reha-Einrichtungen und wichtigen Stand­orten der Hoch­schulmedi­zin in der Region wie auch eine bedeutsame wissenschaftliche Infrastruktur an Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern.

Im Rahmen der Arbeit des Reha-Forschungsverbundes BBS wur­den damit in den Regionen Berlin, Brandenburg und Sachsen tragfähige Strukturen für die Etab­lierung der Reha-For­schung ge­schaffen. Maßgeblich wurde diese Aufbauarbeit strukturell wie auch inhaltlich durch die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) unterstützt.

„Von der Krankschreibung bis zur AU-Attestierung“: Auftakt der neuen BBS-Ringvorlesung an der Charité am 16. Mai mit Prof. Dr. Linden

Fast jeder zweite Berufstätige war im vergangenen Jahr laut Statistik bundesweit mindestens einmal krankgeschrieben. Fällt ein Arbeitnehmer wegen einer Erkrankung aus, ist das für den Arbeitgeber eine Belastung. Aber liegt tatsächlich immer eine Arbeitsunfähigkeit (AU) vor? Diese Beurteilung obliegt dem behandelnden Vertragsarzt, der auf Basis der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie entscheidet und eine rechtsgültige AU-Bescheinigung ausstellt. Über die Kriterien der AU-Attestierung wird Prof. Dr. Michael Linden, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapeut, am Mittwoch, 16. Mai 2018, bei der Auftaktveranstaltung der BBS-Ringvorlesung referieren. „Von der Krankschreibung bis zur AU-Attestierung“, lautet der Titel des Vortrages, den Linden ab 18 Uhr im Rahel Hirsch-Hörsaal der CharitéUniversitätsmedizin Berlin hält. Er wird auch erklären, wann eine Erkrankung zu einem Arbeitsausfall führt. Ein Tischler, der sich am kleinen Finger verletzt, kann vom Arzt als arbeitsunfähig eingeschätzt werden, während ein Mitarbeiter im Call-Center mit der gleichen Verletzung noch arbeitsfähig sein kann. Wie Ärzte die individuellen Arbeitsplatz-Anforderungen herausfinden können, möchte Linden ebenfalls erläutern. Ärzte, Studierende, Wissenschaftler und Interessierte sind zu dem Vortrag willkommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der BBS startet mit dieser Vorlesung wieder die Reihe "Richtig REHAgieren: Perspektiven der modernen Rehabilitation". Unter dem Oberthema „Leistungsbeeinträchtigung und Arbeitsunfähigkeit“ werden Wissenschaftler an der Charité - Universitätsmedizin Berlin Vorträge halten zu Arbeitsunfähigkeit bei depressiver Symptomatik und bei Rückenschmerz sowie zum Zusammenhang zwischen medizinisch beruflich orientierter Rehabilitation (MBOR) und Arbeitsunfähigkeit.

Zertifizierung: Die Teilnahme an der BBS-Ringvorlesung wurde als ärztliche Fortbildung bei der Landesärztekammer Berlin mit 2 Fortbildungspunkten der Kategorie A bewilligt. Bitte Barcode-Aufkleber mitbringen zur Weiterleitung und Registrierung der Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Berlin.

Für Promovenden: Die Zertifizierung der BBS-Ringvorlesung im Sommersemester 2018 für die Promotionsumgebung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin wurde ebenfalls anerkannt. Für die Teilnahme an einem Vortrag (2 UE) werden 0,1 ECTS-CP vergeben.

 

 

Über psychische Komorbidität wird in Leipzig diskutiert

"Psychische Komorbidität bei somatischen Erkrankungen – Herausforderung für die Rehabilitation?": Unter diesem Titel findet am 2. November 2018 in Leipzig das 19. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium statt. Dazu lädt der BBS gemeinsam mit der GfR e.V. und dem SAT ein.

Wie häufig ist eine psychische Komorbidität bei verschiedenen somatischen Erkrankungen? Wie sieht es in der somatischen Rehabilitation aus? Welche psychischen Störungen sind dabei besonders häufig? Zu diesen und weiteren Leitfragen werden Vorträge und Diskussionsrunden angeboten.

Forschungs- und Innovationspreis erneut ausgeschrieben

Dr. Betje Schwarz wurde in Jena beim Rehabilitationswissenschaftlichen Symposium 2017 von Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, mit dem Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. ausgezeichnet.

Für 2018 wurde der Preis von der GfR e.V. zusammen mit dem BBS und dem Forschungsverbund SAT erneut ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Bis zum 30. Juni 2018 können wissenschaftliche Artikel eingereicht werden, die sich mit Rehabilitationsforschung befassen.